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Holzfeuchtemessung

21.10.2019 07:29 Uhr von Lutz Schramm

 

 

Holzfeuchtemessung

Das Problem mit der "Holzfeuchte" und dem "Wassergehalt"

Von Markus Schardt

Festmeter, Raummeter, Ster, Schüttraummeter: mit der einheitlichen Benennung von Raummaßen für Scheitholz gibt es schon seit langer Zeit Probleme. Oftmals wird dabei schlicht aus Unwissenheit der falsche Begriff verwendet. Gleiches ist leider auch für die Bezeichnungen "Holzfeuchte" und "Wassergehalt" vermehrt festzustellen. Der falsche Gebrauch dieser Ausdrücke kann dabei zu ungewollter Verwirrung führen.

Ofenfertiges Scheitholz weist einen Wassergehalt von 15 % bis 20 % auf und wird auch als lufttrocken (Gleichgewichtsfeuchte zur Umgebungsluft bei Normalklima) bezeichnet. Dieses Holz verbrennt relativ emissionsarm, besitzt einen hohen Heizwert von etwa 4 kWh/kg und stellt somit einen qualitativ hochwertigen Brennstoff dar. Nach neuesten Untersuchungen des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) in Straubing können die Baumarten Buche und Fichte diesen Wassergehalt bereits nach einer Lagerungsdauer von unter einem Jahr erreichen, günstige Bedingungen vorausgesetzt

Immer häufiger fragen Brennholzselbstwerber und Nutzer von Scheitholz in diesem Zusammenhang nach, wie der Wassergehalt des eigenen Holzes am einfachsten zu bestimmen ist. Hier liegt nun das Problem. Im Kontext mit Scheitholz wird regelmäßig der Begriff "Wassergehalt" verwendet. Am Markt erhältliche Messgeräte ermitteln jedoch stets die "Holzfeuchte". Die am weitesten verbreitete Methode zur Holzfeuchte-Ermittlung basiert auf der Messung des elektrischen Widerstandes. Hierzu werden zwei Elektroden in das Holz eingeschlagen oder eingeschraubt.  Da trocknendes Holz außen eine geringere Feuchte aufweist als im Inneren, werden die Elektroden dementsprechend bis zum feuchten Kern eingetrieben.

 

Exexistieren verschiedene Verfahren um die Holzfeuchte zu ermitteln.

  • Darrtrocknung
  • Dielektrische Holzfeuchtemessung
  • Widerstands - Kontaktfeuchtemessung mit einstech - Elektroden
  • Holzfeuchtebestimmung über die relative Luftfeuchte

Brennholz ist nicht gleich Brennholz

Kiefern- und Fichtenholz eignet sich gut zum Anzünden, und um eine schnell verfügbare Wärme zu erzeugen, neigt aber als harzreiche Hölzer aber auch zum „Spritzen“. Dabei verstopfen schmelzende Harze die Wasserleitungsbahnen, verdampfendes Wasser kann nicht mehr entweichen und sprengt das Holz. Akustisch äußert sich dies mit dem so genannten „Knacken“.

Buchenholz entwickelt viel Glut und erzeugt dadurch eine gleichmäßige Wärme. Optisch bietet es ein schönes Flammenbild und wird daher vor allem bei Öfen mit Sichtfenster bevorzugt.

Eichenholz hat ebenfalls einen hohen Heizwert und eine sehr lange Brenndauer. Im Gegensatz zur Buche hat es allerdings kein so schönes Flammenbild und ist eher für Öfen geeignet, die der reinen Wärmeerzeugung dienen. Die Geruchsentwicklung bei der Verbrennung ist gewöhnungsbedürftig und auf die im Holz enthaltene Gerbsäure zurückzuführen.

Harthölzer wie Esche und Ahorn, aber auch die seltenere Hainbuche und Kirsche, sind im Verbrennungsprozess der Buche sehr ähnlich.

Birkenholz eignet sich ebenfalls gut als Kaminholz. Es „spritzt“ nicht und verbrennt wegen seiner ätherischen Öle bläulich schimmernd und wohlriechend.

Pappel- und Weidenholz ist relativ schnell abgebrannt und daher als Scheitholz weniger geeignet. Es lässt sich bestenfalls als „Sommerholz“ für den Kaminofen verwenden, wenn weniger Energieleistung benötigt wird.

 

Für weitere Informationen zum Thema besuchen Sie doch einfach den sehr guten Artikel auf Woodipedia.

Quelle